Beitrag vom: 13.01.2010 11:00:11

Medikamente aus sicherer Quelle - nur in Apotheke!

Medikamente aus sicherer Quelle bietet nur die Apotheke ihres Vertrauens

  

Die Apotheken vor Ort sind die sichersten Bezugsquellen für Medikamente. Deshalb sollte man dort und nur dort Medikamente kaufen! Wer hingegen Arzneimittel bei illegalen Quellen im Internet bestellt, riskiert, mit Fälschungen beliefert zu werden, wie sie von den Zollbehörden in immer größerem Umfang aufgegriffen werden. Anlässlich der vom Zoll aufgegriffenen gefälschten Medikamente der jüngsten Zeit ist das der beste Rat, den wir Ihnen geben können.

Der europäische Pharmaverband EFPIA erprobt derzeit in Schweden zusammen mit Großhändlern und Apotheken ein System zur Fälschungsabwehr. Dabei wird jede Medikamentenpackung mit einem Data-Matrix-Code bedruckt, wie sie beispielsweise schon bei Bahn- und Flugtickets üblich sind. Dieser Code enthält eine individuelle Packungsnummer, die in einer Datenbank hinterlegt ist. Der Apotheker kann mit einem Scanner die Echtheit der Packung prüfen, ehe er diese einem Patienten übergibt. Das funktioniert beim Internet-Handel nicht. Insbesondere alle verschreibungspflichtigen Medikamente kauft man am besten bei seiner Apotheke vor Ort.

Auf Apotheker vertrauen statt auf Werbung

Die Erkältungswelle rollt und die Werbung gegen Erkältungsmedikamente ist allgegenwärtig. Glauben Sie nicht alles, was Sie in den Werbepausen im Fernsehen oder auf Anzeigen in Illustrierten sehen. Fragen Sie lieber Ihren Apotheker, welche Medikamente er Ihnen individuell empfiehlt. Rezeptfrei heißt nicht immer harmlos: Bei etwa jeder fünften Selbstmedikation taucht ein Problem auf. Schmerzmittel und Arzneimittel gegen Atemwegserkrankungen führen die Liste der arzneimittelbezogenen Problemen (ABP) an, so eine Studie der ABDA in mehr als 100 Apotheken. Patienten sollten meist Präparate mit einem Wirkstoff einem Kombinationspräparat vorziehen. Schmidt: „Über Nacht heilt keine Erkältung. Deshalb empfehle ich meinen Patienten, die individuell stärksten Beschwerden mit Präparaten mit je einem einzigen Wirkstoff gezielt zu behandeln und sich ansonsten zu schonen.“

Beispielsweise ist der schmerzstillende Wirkstoff Paracetamol in einigen „Grippemitteln“ enthalten. Er kann in zu hohen Dosierungen die Leber schädigen. Besonders bei Kindern sollte man unbedingt die altersabhängigen Dosierungen einhalten, auch wenn mehrere Kombipräparate mit Paracetamol gleichzeitig gegeben werden. Unabhängig vom Wirkstoff und der Packungsgröße gilt: Schmerzmittel sollten ohne ärztliche Empfehlung nicht länger als drei Tage hintereinander und nicht häufiger als zehn Tage pro Monat eingenommen werden.

 

Auch bei Arzneimitteln gegen andere Symptome einer Erkältung sind ABP möglich. Zum Beispiel sollten abschwellende Nasentropfen oder -sprays nur kurzfristig eingesetzt werden. Werden sie länger als eine Woche benutzt, können sie die Schleimhäute schädigen und zu einer dauerhaft verstopften Nase führen. Bei Fieber über 39 Grad oder wenn der Husten länger als drei Wochen besteht, empfehlen Apotheker grundsätzlich den Arztbesuch. Das sind nur einige wenige Beispiele.

 

Winfried von Landenberg

Quelle:- Artikel aus Eifelzeitung 51. KW 2009 -