Beitrag vom: 31.01.2013 19:58:04

Die Gefahr lauert im Glas!

K.O.-Tropfen: Die Gefahr lauert im Glas

Sie sind geruchlos, beinahe geschmacklos und gefährlich - K.O.-Tropfen.
Gerade in der Faschingszeit sind Feiernde besonders gefährdet, denn die
Täter schlagen meist auf großen Veranstaltungen zu. K.O.-Tropfen sind
Drogen, die einer anderen Person ohne deren Wissen und Einverständnis
verabreicht werden, um sie handlungsunfähig, hilflos oder willenlos zu ma-
chen. Dazu werden Medikamente (Narkose- und Beruhigungsmittel) oder
Partydrogen wie GHB (Gammahydroxybutyrat) oder GBL (Gammabutyrolacton)
eingesetzt. In der Partyszene ist GBL/GHB zum Eigenkonsum weit verbreitet
und als Liquid Ecstasy, Liquid X, Liquid E, Fantasy, Soap oder G-Juice
bekannt.

K.O.-Tropfen sind zumeist farb- und geruchlos. Der leicht salzige oder
seifenartige Geschmack von GHB wird durch die Aromen in Getränken und
Cocktails oft überdeckt. Nach anfänglichen Glücksgefühlen, Entspannung,
Enthemmung und allgemeiner Stimulierung folgen Übelkeit und Schwindel. Das
Opfer wird willenlos und in der Folge häufig bestohlen oder gar
missbraucht
. Kommt es zur Bewusstlosigkeit, haben Opfer häufig keine oder
nur vage Erinnerungen an das, was passiert ist. Bei Überdosierung kann es zu
Koma und tödlicher Atemlähmung kommen.

Schutz vor K.O.-Tropfen

- Getränke bei der Bedienung bestellen und selbst entgegennehmen.
- Von Unbekannten keine offenen Getränke annehmen.
- Offene Getränke nicht unbeaufsichtigt lassen.
- Bei Übelkeit Hilfe beim Personal suchen.
- Freundinnen und Freunde achten aufeinander und lassen ihre Getränke nicht
aus den Augen.
- Freundinnen und Freunde holen im Ernstfall sofort ärztliche Hilfe für das
Opfer und verständigen das Personal.


Winfried von Landenberg

Quelle: www.polizei-beratung.de